Hochzeitsbräuche in Irland

Der schönste Tag im Leben mit irischen Bräuchen wird unvergesslich. “Das Glück der Iren” ist nicht nur ein Sprichwort. Iren leben danach und legen Wert auf Symbole und Traditionen, die das Glück und die Liebe anziehen sollen und Pech und Unglück fern halten.

Vor und während der Hochzeit:

  • – Ehering: Das Symbol ist der traditionelle “Claddagh” Ring. Bestehend aus den Elementen Herz, Hände paar und Krone steht er für Liebe, Freundschaft und Treue. Durch Generationen weiter gegeben, wird er oft als Ehering verwendet.
  • – Hufeisen: Eine alter Brauch der Iren ist das Hufeisen während der Hochzeit mitzutragen. Da ein gewöhnliches Hufeisen zu unhandlich und schwer wäre, wird das Symbol des Hufeisens als Anhänger in der Form verwendet. Das Material kann aus Silber, Gold oder Porzellan bestehen. Wichtig ist, dass die Öffnung des Hufeisens immer nach oben getragen wird. So kann dem Glauben nach Glück hineinfallen und nicht mehr hinausfallen.
  • – Zopf: Für Glück und Kraft steht ein geflochtener Zopf. Daher trägt die Braut einen solchen mit Stolz. Mit viel Mühe und Liebe wird er geflochten und sieht demnach sehr hübsch aus. Bräute in Irland geben für den Friseur am Hochzeitstag verhältnismäßig viel Geld aus.
  • – Band: Nach der Trauung wird um die Handgelenke von Mann und Frau ein Band geknotet. Das stellt “Den Bund der Liebe” symbolistisch dar und soll eine ewige Verbindung repräsentieren. Das Band wird danach mit nach Hause genommen, wo es als Andenken immer daran erinnert.

Die Musik bei irischen Hochzeiten:

Iren legen besonderen Wert auf Musik. Natürlich sollte diese gerade bei Hochzeiten sorgfältig ausgewählt werden und für Stimmung sorgen. Dabei gibt es nach der Tradition einen bestimmten Ablauf.

  • – Harfe: Vor und während der Hochzeit sorgt die Harfe für romantische Atmosphäre. Sie ist das Wahrzeichen Irlands und sollte demnach auf irischen Hochzeiten nicht fehlen. Als Sinnbild für Romantik und Zartheit ist sie passend zum Thema.
  • – Dudelsack: Nach der Hochzeit darf es unterhaltsamer zugehen. Das Ehepaar tritt aus der Kirche und draußen stehen Dudelsackspieler. Dies sorgt für Stimmung und der Dudelsack ist natürlich auch ein Symbol Irlands.

Nach der Hochzeit:

Auch nach dem Tag der Hochzeit geht es irisch weiter. Die Gäste erscheinen am nächsten Tag im Haus der frisch gebackenen Eheleute. Gemeinsam wird gefrühstückt. Erst dann wird das Ehepaar in die Flitterwochen verabschiedet.

Die Flitterwochen haben ihren Ursprung übrigens auch in Irland.

Einen Monat lang tranken die frisch vermählten Iren Honigwein. Dem Glauben nach stärkt der Met die Fruchtbarkeit und Männlichkeit. So wird möglichst schnell für Nachwuchs gesorgt. Heutzutage möchte man die Tradition nicht brechen und sollte wenigstens ein paar Gläser Honigwein gemeinsam trinken.