Hubert de Givenchy: Die Legenden in der Modeindustrie

Der französische Modeschöpfer, Designer und Couturier Hubert de Givenchy verstarb am 10. März 2018 im Alter von 91 Jahren. Hubert de Givenchy war der Gründer des internationalen Mode- und Kosmetikkonzerns Givenchy.

Geboren wurde Hubert de Givenchy am 20. Februar 1927 in Beauvais als sohn einer wohlhabenden Adelsfamilie. Bereits im Alter von 10 Jahren, aufgrund der Weltausstellung 1937 in Paris, wusste Hubert de Givenchy, das er in seinem Leben etwas mit Mode machen wollte.

Zunächst studierte er jedoch Rechtswissenschaften und trug sich erst danach an der Ecole des Beaux-Arts in Paris ein. Bereits mit 18 Jahren entwarf er seine ersten Arbeiten im Modebereich für Jacques Fath. Diesen Entwürfen folgten bald weitere Arbeiten für Lucien Lelong, Pierre Balmain sowie für Christian Dior. Im Alter von 20 Jahren arbeitete er für die damalige Modezarin und Avantgarde-Designerin Elsa Schiaparelli. Bereits im Jahr 1952, im Alter von 25 Jahren und somit als jüngster Designer in der Pariser Modeszene, eröffnete er sein erstes eigenes Atelier in Paris und richtete für das damalige Pariser Topmodel Bettina Graziani eine eigene Kollektion aus. Seine Berühmtheit erlangte er mit der Ausstattung der Filmschauspielerin Audrey Hepburn im Jahr 1953.

Sowohl privat als auch in ihren Filmen trug sie Entwürfe von Hubert de Givenchy. Etwa 40 Jahre lang entwarf Hubert de Givenchy Kostüme für die berühmte Schauspielerin. Zu seinen weiteren prominenten Kunden zählten jedoch auch Grace Kelly oder Jacqueline Kennedy. Für seine Entwürfe wurde Hubert de Givenchy inspiriert durch den spanischen Modedesigner Christobal Balenciaga, welcher in den Jahren 1953 zum Mentor von Hubert de Givenchy wurde. Neben Haute Couture Kollektionen brachte Hubert de Givenchy im Jahr 1968 die erste Kollektion “von der Stange” heraus. Auf diese Weise erreichte er auch die breite Masse in Frankreich und darüber hinaus auch weltweit. Nach dem Verkauf seines Modeunternehmens im Jahr 1988 übernahm Hubert de Givenchy für das Auktionshaus Christies bis 2002 den Posten des Präsidenten der französischen Niederlassung. Zeitgleich war er Präsident der französischen Division des World Monument Fund sowie Präsident der Christobal Balendiaga Stiftung. In den Jahren 1957 bis 2013 brachte er fast jährlich Parfums sowohl für Männer als auch für Frauen heraus.